Ihre Region: Deutschland

Proteofektion

Eine effiziente Methode zur Einbringung von Proteinen in Zellen

Der direkte Transport von Proteinen in lebende, eukaryontische Zellen – Proteofektion genannt – stellt eine vielseitige Alternative zur Transfektion von Nukleinsäuren dar und eröffnet neue Möglichkeiten bei der Erforschung von Vorgängen in eukaryontischen Zellen.

Mit speziell auf Proteine und spezifisch auf deren Oberflächenstruktur hin abgestimmten kationischen Lipiden gelingt es, auch Proteine in eukaryontische Zellen einzuschleusen. Solche lipidbasierten Formulierungen bilden mit Proteinen spontan Protein-Lipid-Komplexe – sogenannte Proteoplexe – aus, die von eukaryontischen Zellen aktiv per Endocytose aufgenommen und in das Zellinnere transportiert werden. Letztendlich werden sowohl die Proteine, als auch die Antikörper, die in ihrer Struktur und Funktion unverändert bleiben, aus den Endosomen freigesetzt, um dort ihre Aktivität entfalten zu können.

 

Mechanismus

  • 1. Spontane Bildung von proteofektionsaktiven Komplexen aus kationischen Lipiden mit Proteinen (Proteoplexe)
  • 2. Aufnahme der Proteoplexe durch Endocytose
  • 3. Freisetzung des Proteins ohne Struktur- und Aktivitätsverlust durch Zerstörung (osmotische Effekte und Fusion) der Endosomenmembran

 

Schematische Darstellung der Prozesse bei einer Proteofektion | Biontex