Ihre Region: Deutschland

FAQ Mykoplasmenfreie Zellkultur

Frequently Asked Questions

► Muss man nach jeder Standard-Anwendung von MycoRAZOR® (5 Passagen) einen Test auf Mycoplasmenkontamination machen?

Ja. Eine Kontrolle auf vollständige Entfernung der Mycoplasmen (z.B. mit MycoSPY®) ist wichtig, um dem Aufbau von Resistenzen vorzubeugen.
Eine vollständige Entfernung der Mycoplasmen ist entscheidend, da wie bei jeder Antibiotika-Anwendung der Fall einer Resistenzbildung auftreten kann.

► Nach einem Anwendungszyklus (3 Passagen) mit MycoRAZOR® war der Test auf Mycoplasmen erneut positiv. Was muss ich tun?

Überprüfen Sie zunächst, ob zwischen der letzten Anwendung von MycoRAZOR® und dem Test auf Mycoplasmen zwei Passagen ohne MycoRAZOR®-Anwendung durchgeführt wurden. Wenn das nicht der Fall war, könnten vor allem durch sehr sensitive Methoden wie PCR noch tote Mycoplasmen nachgewiesen worden sein.
Wurde der Mindestabstand zwischen letzter Anwendung und Test eingehalten, wenden Sie MycoRAZOR® in den nächsten fünf Passagen Ihrer Zellen an. Erhöhen Sie dabei die Dosis an MycoRAZOR® schrittweise, wie im Manual angegeben, bis maximal zur Verdünnung 1/25. Beachten Sie, dass (abhängig vom Zelltyp) eine Erhöhung der MycoRAZOR®-Konzentration immer die Gefahr von toxischen Effekten mit sich bringt. Sollten Sie also toxische Effekte (Verringerung der Proliferation; Veränderung der Zellmorphologie) bei Ihren Zellen beobachten, wenden Sie die zuletzt verwendete Dosis für die verbleibenden Zyklen an.
Überprüfen Sie unbedingt den Erfolg der Behandlung durch Verwendung eines Mycoplasmen-Detektionskits!

► Nach überprüfter, erfolgreicher Anwendung von MycoRAZOR® ist erneut Mycoplasmen-Befall aufgetreten. Woher kann diese Kontamination stammen?

Eine Hauptkontaminationsquelle sind tierische, in der Zellkultur eingesetzte Produkte. Setzen Sie daher nur fötales Kälberserum (FBS) und Trypsin ein, das garantiert frei von Mycoplasmen ist.
Da Mycoplasmen zur Klasse der Mollicutes gehören und damit keine Zellwand aufweisen, sind sie gegen viele Antibiotika, die sich gegen die Synthese der Zellwand richten, resistent. Daher ist bei standardmäßigem Einsatz eines solchen Antibiotikums (z.B. Penicillin/Streptomycin) in der Zellkultur der Anwender selbst eine Kontaminationsquelle. Unsteriles Arbeiten wird in diesem Fall nicht bemerkt, da das zugesetzte Antibiotikum das Wachstum der meisten Bakterien – und damit makroskopische Anzeichen – verhindert, sich Mycoplasmen jedoch vermehren können.
Daneben ist auch die Kreuzkontamination von einer anderen Zellkultur möglich. Testen Sie daher stets alle in Kultur befindlichen Zellen und tauschen Sie möglicherweise kontaminiertes Zellkulturmaterial (Medium, FBS, Trypsin, Puffer) aus.

► Enthält MycoRAZOR®  doxy- oder tetracyclin-verwandte Antibiotika?

Nein. MycoRAZOR® enthält keinerlei mit Doxy- oder Tetracyclin verwandten Antibiotika.